Muß die nationale Unabhängigkeit geschützt werden?

Das Dilemma der Linken in Ungarn und das der Rechten.
Gespräch mit Peter Szekely, ehemaliges Führungsmitglied der Arbeiterpartei, Budapest
Sa 28.1. 2012, 18Uhr
In Ungarn ist wieder einmal eine außergewöhnliche Situation eingetreten. Im Frühjahr 2010 hat die rechtskonservate Fidesz einen überwältigenden Wahlsieg eingefahren. Genauer gesagt: Nicht die Fidesz hat gewonnen, sondern die bürgerlich-linksliberalen Kräfte haben die Wahl jämmerlich verloren und sind praktisch vernichtet worden. Das Gros der Bevölkerung hat von der durch und durch korrupten Sozialistischen Partei die Nase voll und hat der arroganten Rechten an die Macht geholfen.
Die Fidesz hat diese Gelegenheit auch beim Schopf gepackt und mit Zweidrittelmehrheit im Parlament eine neue Verfassung beschlossen. Darüber sollte man sich auch nicht allzusehr wundern.
Am wohl eigenartigsten ist dabei die Reaktion der bürgerlichen Linken, darunter die der Sozialistischen Partei. Sie versuchen, die Fidesz rechts zu überholen und mit antikommunistischer Rhetorik wieder an die Macht zu gelangen.
Die Fidesz-Regierung hat sich in puncto Finanzierung des Landes sowohl mit der Europäischen Union als auch mit dem IWF zerstritten. Die konservative Regierung möchte den Erwartungen Brüssels nicht voll entsprechen, wohingegen die linksliberale Opposition fordert, daß wir uns den Forderungen der IWF unterwerfen sollen.
Man sieht deutlich, daß die herkömmlichen Begriffe in Ungarn gänzlich umgedreht worden sind.
Was für Aussichten hat eine antikapitalistische Linke? Was für Lösungen gibt es?
Veranstalter: Antiimperialistische Koordination (AIK)









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